Der Geruch desselben ist dem des Torfessigs sehrähnlich. Wird es vom anhangenden Wasser durch ge-lindes 'Austrocknen befreyt, so brennt es auf glühendenKohlen mit einer hellen weißen Flamme, ist also darindem Steinkohlenöle ähnlich. Wenn man es auch öftersmit Wasser auslaugt, so röthet es im feuchten Zustandedoch immer noch das Lackmuspapier; ein Antheil Eisig-saure hangt ihm also sehr fest an. Wird es eingekocht,so kann man es fest und brüchig erhalten, wie Pech ausNadelhölzern, und ganz gewiß wird man dieses Theernoch zu einem sehr brauchbaren Stoffe verarbeiten können.
In vielen Fallen wird es weit anwendbarer seyn,als das aus Steinkohlen, da sein Geruch nicht so unan-genehm ist, als dieses.
In Aetzkali löst es sich ganz auf und giebt dannnoch mehr Ammoniak aus als der Torfeffig; auch stelltsich nach der Behandlung mit Kali wie bei diesem derunangenehme Geruch nach Hirschhornöl ein.
Treibt man es durch eine glühende Glasröhre, sowird es fast ganz zersetzt, und Kohle, etwas Ammoniak,Wasser und eine Gasart gebildet, welche eine Flammegiebt, wie das aus den besten Steinkohlen, also eben sogut zur Gasbeleuchtung benutzt werden könnte.
U. G a s a r t e n.
Um die Menge und Beschaffenheit derselben genauzu prüfen, brachte ich 100 Gran kleine Torfstücke ineine, zu einem Retörtchen aufgeblasene Glasröhre, de-ren Bauch gut mit Lehm beschlagen, und an welche eineRöhre angekittet war, in der sich die flüchtigen Pro-dukte absetzen konnten. Von dieser ging eine dünne