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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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herleitete, die Manches Richtige enthalten. Erglaubt nicht daß die Farben Eigenschaften derMaterie seyen, nimmt aber doch a», baß siegrößrenthcils von der Lage der Theilchen auf derOberfläche abhängst,, und in einer Modifikationdes von dieser Fläche zurückgeworfenen Lichts beistehen, und führt hierüber Erfahrungen an.Ueber den Unterschied zwischen Weiß und Schwarz erklärt er sich wie Dcscartes, weil weißes Pa«pter sich durch ein Brennglas schwer entzündenlasse, und ein Drennsptcgel von schwarzem Mar«mor gar nicht brenne, und schwarz ausgeschlagcneZimmer mehr wärmen, ja, schwarz angestricheneEier an der bloscn Sonne gesotten werden können.

§. 13-

Diese und mehrere andere Meinungen dieMan in Gehlens physikalischem Wörterbuche undin andern physikaltschen Schriften ausführlicherabgehandelt findet, waren vorhanden und ange«nommen, bis endlich der unsterbliche Neu ton,«in berühmter englischer Naturforscher, mit sei«nen vortrefflichen und scharfsinnigen Versuchenund Beobachtungen über das Licht hervortrat,und daraus auch eine Theorie über die Naturder Farben ableitete, die noch jetzt, trotz man«chen Anfechtungen, fest stehet, und wenigstens inihren Hauptsätzen auch wohl fest stehen wird.Um diese Theorie ganz einsehen zu können, sindfreilich Kenntnisse erforderlich, die ich nicht beiallen meinen Lesern voraussetzen kann, indessenwill ich wenigstens versuchen ihnen davon eineklare Vorstellung zn geben.