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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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r) Wenn das Licht aus einem dünnernMittel in ein dichteres schief übergehet, so wirdes nach dem Einfallslokhe zugebrochen, d. h.der gebrochene Strahl kommt dem Einfallslothenäher als die Verlängerung des einfallendenStrahls; der Brechungswinkel wird also kleinerals der Einfallswinkel. Wenn z. D. das Lichtaus Luft in Wasser übergehet, und es fällt inder Richtung Lk' (Hig. Z.) ein, so weicht dergebrochene Strahl käk' so von voriger Richtungab, daß er dem Einfallslothe bk näher kommt,und der Winkel, welchen er mit dem Einfalls»loche k'li macht, klk'K, wird kleiner als derEinfallswinkel Lssl oder

2) Wenn aber das Licht aus einem dichter»Mittel in ein dünneres schief übergehet, so wirdes von dem Einfallslvthe abgebrochen, d. h.der gebrochene Strahl wird von dem Einfalls»loche weiter entfernt als die Verlängerung deseinfallenden Strahl; der Brechungswinkel wirddaher größer als der Einfallswinkel. Wenn z. B.der Lichtstrahl Lk (Fig. 4.) aus dem Wasser beik in die Luft übertritt, so erscheint er nicht inder gerade verlängerten Richtung sondern

in der veränderten Richtung kkä, er weicht alsoweiter von dem Einfallslothe kl ab, und derBrechungswinkel ist größer als der Ein»fallswinkel Lk'k oder 6kl.

Z) Wenn man sich eine Ebene vorstellt,welche durch den einfallenden Strahl und dasEinfallsloth gehet, so heißt diese die Bre«chungs Ebene; und der gebrochene Strahlliegt dann in eben derselben Ebene.