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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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von 4i°48^ aus Luft in Wasser übergehet, sowird er unter einem Winket von Zo" gebrochen.

§- 38 -

Wenn ein Lichtstrahl aus einem dichterenMittel in ein dünneres so schief übergehet, daßder Brechungsstnns größer werden müßte als derSinustocus (K. Z4-), so verwandelt stch dieBrechung in Zurückstrahlung, oder die Refraktionin Reflexion.

Es sey z. D. bei dem Uebergange ausGlas in Luft der Einfallssinus k,lV 1 ( Fig. 6 .)größer als Z- des Halbmessers, also größer also, 6666 ; dies ist der Fall, sobald der EinfällstWinkel lLkl größer als 41^48^ wird; der Ein»fallswinkel sey z. B. 42°, so ist sein Sinus0,6691; da nun hier : lflli 2 : 3,weil das erste Mittel dichter ist als daS zweite(§- 35 -) so wird der BrcchungssinusI_iVI Z. 0,6691 1,0036, folglich größer

als der Sinusroius; da es nun keinen Winkelgiebt, dessen Sinus größer wäre als der Sinus»lorus, so kann hier gar keine Brechung statt fin»den; der Lichtstrahl Lss gehet in diesem Fallegar nicht aus dem Glase in die Luft über, son»der» er wird nach den Gesetzen der Reflexionnach k'ldl zurückgeworfen.

Es giebt also für die Brechung der Licht»strahlen, wenn fle aus einem dichteren Mittelin ein dünneres übergehen, eine gewisse Grenze.Bei dem Uebergange aus Glas in Luft darfder Enifallssinus nicht größer als ^ des Halb«mcssers, folglich der Einfallswinkel nicht größerals 4 l° 48 " werden, wenn noch Brechung starrC 2