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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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unter einem schiefen Winkel «»einander geküktet,und die Winkel, die sie an ihren Laden offenlassen, mit dreieckigen messtngcncn Platten, stattder Grundflächen, verschlossen. So entstehet einoffenes prismatisches Gefäß, welches, wenn mandie Scheide unterwärts kehrt, init jeder besterbigen Flülsigkcii gefüllt werden kann.

Der Winkel, welcher von den beiden Seittenflächen des Prisma gebildet wird, von denendie eine das einfallende Licht aufnimmt, die antdere dem gebrochenen Lichte den Austritt in dieLuft verstattet, heißt der brechende Winkeldes Prisma. Man nimmt mehrenrhetls zu denGrundflächen gleichseitige Dreiecke, wo also jederWinkel 60 Grad hält; eben so groß ist dannauch der brechende Winkel.

§- 44 -

Daß gläserne Prismen und überhaupt alleeckige Stücken Glas das durchgehende Licht sär<bcn, ist eine sehr alte Beobachiung, und manhak diese Erfahrung schon lange gebraucht zurErläuterung der Farben des Regenbogens. Altlein seit dem Jahre i(>66 Hai Neu ton Vertsuche von gröfiier Wichtigkeit mit dem Prismaangestellt und dadurch über die Theorie der Farrben ein gan; neues Licht verbreitet. Die wichtligstcn von diesen Versuchen werden wir nunangeben.

Man lasse ein dünnes Bündel Sonnenstrahtlen ( Fiq. 7-) du>-ch eine kleine runde Ocfftnunq von vhngefähr ^Zoll im Durchmesser in einverfinstertes Zimmer einfallen, stelle nahe an dieOeffnung ein gläsernes dreiseitiges Prisma LllL,