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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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51
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fort, wenn auch schon im Umdrehen der orange»farbene an seine Stelle getreten ist, und so ver»mischen sich die Strahlen von allen sieben Aus,schnitten im Auge und erregen dadurch die E,mpsindung der weißen Farbe.

Läßt man von obigen Farben einige weg,oder nimmt man sie in einem andern Verhält»nifi, so gibt die Scheibe bei schnellem Umdrehenandere Farben.

§- 56.

Eben dieses wird auch noch bestätiget durchfolgenden von Neman angestellten Versuch:

Er nahm ein Instrument, welches die Formeines Kammes mit sechszehn Zähnen hatte, dieohngefähr Zoll breit, und etwa 2 Zoll voneinander entfernt waren. Nun ließ er die Licht»strahlen durch ein Prisma gehen, hernach aufeine Linse fallen; (wie in §. Zi.), er stellte einPapier in eine solche Entfernung, daß das Bildder Sonne darauf weiß erschien. Darauf stellteer jenes Instrument zwischen das Prisma unddie Linse, unmittelbar vor die letztere; so hieltendie Zähne des Kammes eine» Theil der farbigenLichtstrahlen auf, ehe sie auf die Linse fielen, in»deß die andern Strahlen, welche frei durchgehenkonnten, das kreisförmige Bild der Sonne aufdem Papiere gaben. So konnte er vermittelstder Zähne des Instruments aufhalten welcheStrahlen er wollte; die übrigen Strahlen gabenaber alsdann kein weißes Sonnenbild, sonderndie Farbe desselben wechselte mit der Stellungdes Kammes beständig. Da aber Neman demKamme eine so schnelle Bewegung gab, daß dieD r