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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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50
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die orangegelbe auf die hellgelbe aufdie grüne ^ auf die hellblaue auf die indigo«blaue auf die violette Z komme». DiesesVerhältniß kommt heraus, wenn man die züo

Grad des Kreises aufder rothen Farbe

folgende Art vertheilt:

t orangegelbrn

2 -°

< hellgelben

48°

< grünen

6L°

» hellblauen

» indigoblauen

4c<>

< violetten

8v°

Wenn man nun in diesem Verhältnisse denKreis in sieben Ausschnitte eintheilt und sie inder Ordnung mit den genannten Farben bemalt,alsdann die Scheid« um eine Spindel umdrehet,so erscheint bei schnellem Umdrehen die ganzeScheibe weiß.

Man kann dies so erklären: Der Eindruck,den das Licht auf die Netzhaut des Auges macht,dauert nicht blos einen Augenblick, sondern hmrterläßt eine länger fortdauernde Wirkung. Wennman z. B. eine glühende Kohle schnell in derLuft herumschwingt, so siehet das Auge einenfeurigen Kreis, der die ganze Zeit der Bewegunghindurch fest zu stehen scheint. Der Eindruck,welchen das von der Kohle ausströmende Lichtim ersten Augenblicke auf das Auge macht,dauert so lange fort, bis sie wieder an den Ortzurückkommt, wo sie war, als der erste Eindruckgeschah, und so erneuert sich die Empfindungunaufhörlich wieder, ehe sie noch verschwundenwar. Wendet man dieses auf den obigen Vcr»such an, so dauert der Eindruck, den z. B. derrothe Ausschnitt auf d«S Auge gemacht hat, noch