der unzähligen Arten des farbigen Lichts, unddie Farbe der Strahlen ändert sich durch unzäh»ltge Nüanren hindurch. Allein wir können dochhierbei nach den kenntlichsten Abstufungen siebenverschiedene Hauptarten der Farben unterscheiden,ob dieselben gleich nicht' durch eine scharfe Grenz«linie dculUch voneinander abgesondert sind, undnicht durch plötzlichen Uebergang aufeinander fol«gen, sondern vielmehr ineinander überfließen.
§- 58-
Die abgesonderten Strahlen dieser siebenHauptarten des LichrS werden durch wiederholteBrechungen und Zurückwerfungcn, und durchalle versuchte Veränderungen nicht weiter in ihrerFarbe geändert, (§. 47 . 52 .) und sie lassen sichnicht in Licht von andern Färben zerstreuen oderzertheilen. Wir erkennen daher diese Farbenals einfache an, und legen ihnen ein einfache-Licht bei. Solches Licht, welches aus Strahlenvon gleicher Brechbarkeit bestehet und also seineFarbe durch das Brechen Weiler nicht verändert,heißt gleichartiges, homogenes Licht; darvon unterscheidet man ungleichartiges, he,terogcnes Licht, welches durch das Brechenverschiedentlich gefärbte Strahlen zeigt, wie z. D.das weiße Licht.
§. SY.
Wenn verschiedene einfache Lichtstrahlen (§.58)mit einander vermischt werden, so entstehen darher Farben, die zwar den Farben des einfachenoder gleichartigen Lichts dem Scheine nach ahn«