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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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sein System ziemlich faßlich vorgetragen in denBriefen an eine deutsche Prinzessin über verschie»dene Gegenstände der Physik und Philosophie.

§. 63.

In der neuern Zeit hat sich besonders Herrvon Göthe bemühet, Neutons Farbeiikheorieumzustoßen und eine andere aufzustellen, in demWerke: Zur Farbenlehre. 2 Bde. Diese Theorieläßt sich hier nicht in der Kürze darstellen. Manfindet aber eine gründliche Beurtheilung derselbenund Vertheidigung der Neutonscheu Theorie 'inder Schrift: Usber Newtons Farbentheorrie, Herrn von Göthe's Farbenlehreund den chemischen Gegensatz der Far»ben. Ein Versuch in der experimentalenOptik, von O. C. H, Pfaff. Leipzig iZiZ.

§- 64.

Bisher ist nach der Ncutonischen Theoriegezeigt worden, worin die Farben im Lichte selbstbestehen, und wir haben die Ursache der ver<schiedenen Eindrücke, welche die verschiedenenFarben auf unsere Augen machen, darin gcfumden, daß es in dem Lichte verschiedene Artenvon Strahlen giebt, von denen jede Art ihreneigenen Grad von Brechbarkcit besitzt, womitjedesmal eine eigenthümliche Farbe verbundenist (§. 54.) Wenden wir uns nun zu den Kör-pern, die wir in der Welt finden, und die wirso verschieden gefärbt erblicken, so entstehet dieFrage: Wie gehet es zu, daß ein Körper unsmit der rothen, ein anderer mit der grünenFarbe erscheint? Dies können »vir im Allgemei-nen nicht anders als daraus erklären, daß die

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