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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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66
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chenbegängnisse, für die Festtage und für dieTempel. Man fieng daher nun an die Färbereinicht mehr als eine blos angenehme, sondernals eine sehr nützliche Erfindung zu betrachten«nd zu bearbeiten.

§. 7S-

ES ist leicht zu vermuthen daß man nunnach Farbemarerialten in allen drei Naturreichensuchte, und manche Entdeckung machte. So er-fand, der Sage nach, ein Tyrier zuerst denPurpur, den er aus einer gewissen Schneckezog, auch wußten die Alten schon aus den Schar,lachkörnern die Scharlachfarbe zu ziehen. Dasie aber so früh noch keine andere Farbe hatten,die an Dauer und Kostbaikeit dem Purpurgleich gekommen wäre, so legten sie einen hohenWerth darauf, und hielten sie vor die Lieblings»färbe der Gottheit. Z der Folge machie mansie zu einem Symbol der Majestät und nurKaiser und Herrscher durften sich in Purpurkleiden.

§. 76.

Zu den Zeiten Alexanders des Gro,ßen fiengen die Griechen an die schwarze,dunkelblaue, gelbe, grüne Farbe u. s. w. zu ver«schönern, und lernten auch die Kunst sie auf Lei-nen haltbar zu machen. Zwar findet man schonunter den verschiedenen Innungen und Zünftendie Numa zu Rom errichtete auch einer be-sondern Färbcrzunft erwähnt, allein dieses warenhöchst wahrscheinlich in der ersten Zeit Purpur-färber. In der Folge stieg auch diese Kunstbet den Römern immer höher, und man fieng