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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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an die Farben in allgemeine und in besondereeinzutheilen, je nachdem sie von beiden Geschlechtkern, oder nur von einem allein ausschließendgetragen wurden. So gedenken auch die Schrift,sieller häufig der Farben, nach welchen sich betden Circensischen Spielen die vier Partheien voneinander unterschieden, diese waren grün, aurora,färben, aschfarben und weiß.

§- 77 -

Nicht aber blos bei den Phöniciern,Hebräern, Griechen und Römern, wardie Färbekunst schon früh im Ansehen, sondernsie breitete sich auch gar bald über andere Völtkerschafrcn aus, wovon jede die Pflanzen undMineralien die ihr Land hervorbrachte vorzüglichzu ihrem Gebrauche anwandte. So färbten diealten Gallier nachPlinius Bericht die schön,sten Purpur und andere Farben aus Kräutern,nur verstanden sie nicht solchen Dauer zu geben.Uns meldet Tacilus daß die Frauen der altenDeutschen leinene Kleider verfertiget, und die,selben schön purpurrorh gefärbt hätten.

§- 78 -

Von den Aezyptiern liefert Plinius eine dunkle Beschreibung einer Färberei die viel»leicht mir unserer Kattundruckerei verglichen wer,den kann. Sie überzoaen und bemahlten nahm«lieh weiße Zeuge mir gewisse» Tinkturen die dieFarbe mehr oder weniger annahmen, und aufdem Zeuge nicht sichtbar waren. Dann thatensie diese unsichtbare Maklerei in einen Kesselworinncn die Fardckomvosi''on kochte, da danndie Waaren nach einiger Zeit mit vielerlei Far,L s