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vielem Aufwands in ganz Italien und andernLändern umher, um sich besser von der Färberkunst zu unterrichten, und schrieb bei seiner Zurrückkunft unter dem angenommenen NamenPlictho ei» Buch von derselben, das wahr»scheinlich den ersten Grund zur nachherigen Ver-besserung der Färberei mag gelegt Hasen.
§. 83 -
Schon seit 2OO Zähren hatten die Ztarliener und vorzüglich die Vene klarier dasMonopolium der Färberei gehabt, »nd dafüraußerordentliche Summen von ihren Nachbarngezogen. Aber Pltcrho war der erste, derdiese Kunst in ihrem vollen Lichte zeigce, undsowohl Franzosen, als Engländer undDeulrfcke bewog auch in ihren Ländern auf die Verrbesserung einer so nützlichen als weitläufigenKunst zu denken.
§. 89 -
Zn Frankreich hatte man schon einiger-Maßen einen Anfang gemacht. Es hatte nahm-lich unrcr Franz dem Ersten ein GillesGobelin die von einem Deutschen um dieseZeit erfundene künstliche Scharlachfarbe erlernt,und wollte sie in Frankreich in Ausübung brinrgen. Er crbauete zu dem Ende in einer Vorrstadt von Paris an einem kleinen Bache eineFärberei. Man lachte anfangs dieses Unrernehrmen, auf gut französisch tüchtig aus, allein G o<belin ließ sich nicht stöhren, sehte seinen Plandurch, und noch bis zum heutigen Tage heißtdie damahls von ihm verfertigte Farbe Gobe«lins Scharlach , so wie noch ein Gebäude,