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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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anlassen. Alle Erscheinungen, die sich auf Wir,kunqen der Anziehungskraft und insbesondere derSchwerkraft gründen, sind Gegenstände derPhysik.

§. nS-

Die Chemie hingegen umfasst alle diel«nigen Erscheinungen oder Veränderungen in derKürperwelt, welche Erfolge innerer Bewegungsind, die durch unsere äussren Sinne nicht um»ntktclbar wahrgenommen wird. bet denen auchdie vorhergegangene Bewegung nur aus ihrenFolgen geschlossen werden kann. S>c ist aiw dieWissen ichaft liebe Erkenntniss von den Ursachen in«nerer Veränderungen der Körper, bei nicht ummittelbar wahrnehmbarer Bewegung.

§. n6.

Die Erfahrung lehrt, dass nur Dinge vonverschiedener Beschaffenheit vermögend sind, solcheVeränderungen hervorzubringen, >o, dass sie sichentweder wechselseitig durchdringen und vereiniggen, und nun ein völlig gleichartiges Ganz« bil«den, in dessen kleinste» Theilchen selbu das bc<Waffnere Auge keinen Unterschied mehr wahr!nehmen kann; oder dass sie sich gegenseitig auseiner bestehenden Verbindung wieder absondern.Mithin muß auch die Chemie sich mit Unter!suchung derjenigen Ursachen beschäftigen, durchderen Wirkung die Körper entstehen, gcm'scbt,oder entmischt und zerlegt werden. Deshalbheisst sie auch Mt sch ung s tun d e, und früherDcheidekunde.