Folgende Versuche mögen zur Erläuterungdes oben (K. n6.) Gesagten dienen. Man ver»gleiche Scheidewasser (Salpetersäure) und Poteasche in Rücksicht ihrer Eigenschaften mit etnan»der, und man wird finden, daß beide specifischverschiedene Körper sind; das Scheidewasser färbtz. B. den mit heißen Wasser gemachten Aufgußvon blauen Veilchen roth, die Potasche färbtihn grün; das Scheidewasser schmeckt scharfund sauer, die Potasche Harnartig und lau»genhaft; das Scheidewasser verflüchtigetsich, wenn es über das Feuer gesetzt wird inDampfgestalt, die Pokasche hingegen bleibt un<verändert, und im Glühfeuer schmilzt sie,ohne verflüchtiget zu werden. Setzen wirjetzt in kleinen Antheilen dem Scheidewasser vonder gereinigten Potasche zu, so wird sie sich darmit verbinden, und es wird jetzt ein Zeitpunkteintreten, wo die aus dem Scheidewasser undder Potasche entstandene Flüssigkeit die blaueFarbe des Vetlchenaufgusses weder rorh nochgrün färbt, sondern unverändert läßt, wo derGeschmack der Flüssigkeit weder sauer nochlaugenhaft, sondern salzicht kühlend ist,und wenn die Flüssiakeil verdunstet wird. sowird sich bei dem Erkalten ein Salz absetzen(kristallistren), welches regelmäsige Säulen bildet,sich nicht verflüchtiget und im Feuer schmilzt.Dieses Salz ist aus der Potasche und demScheidewasser entsprungen, beide haben sich ehermisch durchdrungen, man kann weder in demSalze, noch in der Auflösung desselben im Was»ser, ein Theilchen Scheidewasser angeben, wo
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