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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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der Form ihres Aggregatzustandes. Istnähmlich ein fester Körper bis zu einem gewissenGrade durch den Wärmcstoff ausgedehnt worden,so verrauscht er die feste Form mit der fiüs,siaen. oder, wie man dies gewöhnlich nennt,er schmilzt. Und hat er als eine tropfbareFiüsstgkcii wieder eine bestimmte Ausdehnung er-litten, so nimmt er einen cppansibeln, d. h.dampfförmigen, oder wohl gar bleibend elasti,sche» (lufrförmiacn) Zustand an. Entzieht manden kropfbarflüssig gewordenen Körper wieder denWarmestvff, so wird er wieder fest, und derDampf verwandelt sich wieder in eine tropfbareFlüssigkeit, wenn man ihn einer kältern Temperraluc aussetzt.

§. 2l6.

In Rücksicht der Formänderung ist noch zubemerken : t) dass die festen Stoffe bis auf einenbestimmten Punkt ausgedehnt werden müssen,ehe sie schmelzen. 2) Daß die Schmelzbarkeitnicht im Verhältniß mir der Verdampfbarkeitder Stoffe stehen, und Stoffe die leicht schwel,zen, nicht auch leicht Dampfform annehmen.Z) Daß es ferner nicht allgemeine Regel sey,daß jeder feste Stoff, der sich durch Warme inDämpfe verwandeln läßt. vorher auei, tropfbar,flüssig werden müssen 4) Daß die Verdunstungder tropfbarflülsiqcn Stoffe mit der Comprcsstonder sie unterworfen sind, im genauen Verhält,Nisse stehe, und daß die tropfbarflüssigen Stoffeum so leichter die Dampfform annehmen, je we,niger sie zusammengedrückt werden. Daher sie,der das Wasser im luftleeren Raume schon inder warmen Hand.

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