Buch 
1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
Entstehung
Seite
166
JPEG-Download
 

i66

§. 2ZZ.

Eine Anwendung von der farbenzerstöhrenrden Eigenschaft des Sauerstoffs und des LichtSmachen wir bei der Luft > und Rasenbleiche.Hier erfolgt durch den Einfluß der genanntenStoffe gleichsam eine langsame Verbrennung desPigments welches die Baumwolle oder das Lei«nen färbt, und sie erscheinen dann weiß, undfarbenlos.

§- 256.

Viele Säuren üben ebenfalls eine Zerstöh«rung der Farben aus, indem sie einen Theilihres Sauerstoffs an die Pigmente absetzen, unddadurch ihre Grundmischung abändern, oder wohlgar vernichten. Das Bleichen durch oxydirteSalzsäure, wovon in der Folge, beruhet eben-falls auf gleichem Grunde.

Von dem Stickstoff und dem Stick-stoffgas.

tz. 257.

Der Stickstoff, Azot oder Salpeter-stoff ist ebenfalls sehr häufig in der Natur ver-breitet, aber gleich dem Sauerstoff, immer mitandern Stoffen verbunden. Unter den organi-schen Körpern findet man den Stickstoff häufigerin thierischen Körpern, als in Pflanzen oderihren Theilen, doch giebt es auch mehrere Pflan-zensubstanzen die den Stickstoff reichlich enthalten,seltener kömmt er in unorganischen Körpern vor.