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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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167
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§. 258 -

Wenn der Stickstoff sich blos mit dem Wär«mcstoff in Verbindung befindet, so stellt er dasStickstoffgas, azolische oder mephitischeGas dar. Man kann sich dieses Stickstoffgasauf mehrere Art verschaffen, wen» man z. D.ein Siück mageres Fleisch mit verdünnter Sal«petersäure (schwachen Schctdcwasser) in einergläsernen Flasche übergießt, die mit einer ge«krümmten Glasröhre versehen ist^ deren einesEnde man ins W>ffcr legt, und nun die Flascheerwärmt, so einwickelt sich das Slickstvffgas ausdem Fleisch in bedeutender Menge.

§. 2ZY.

Das Stickstoffgas ist unsichtbar und elastisch,wie die atmosphärische Luft, es ist aber specifischleichter wie diese, und wie das Sauerstoffgaö.Thiere welche man in dieses Gas hineinbringtsterben darinne augenblicklich, und kein brennba«rer Körper brennt in demselben fort. Im Was»ser löset es sich nicht auf, röchet auch die Lakrmustinktur nicht, und besitzt keinen Geruch.

§. 260.

Wenn man, dem Volum nach, 2l TheileSaucrstoffgas mit 79 Theilen Stickstoffgas vcr«mischt, so erhalt man eine Luft, die sich in allenStücken wie atmosphärisches Gas verhält. Mankann daher daS Stickstoffgas auch aus deratmosphärischen Luft abscheiden. Das Gas, wel«ches übrig bleibt, wen» man Phosphor in at«mvsphärischcr Luft verbrennt (§. 252 ) und inwelchem kein Körper brennen, und kein Thierathmen kann, ist nichts anders als Stickstoffgas.