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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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187
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fensiederlauge oder scharfe Lauge ge<nannt wird.

§- 297.

Um das Käli in diesen Zustand zu versetzendürfte man nur die gereinigte Potasche oder dasaus dem verbrannten Weinstein erhaltene Kalirecht lange dem Feuer aussetzen, und die Koh«lenstoffsäure auf diese Art verflüchtigen. Diesesgeht aber deshalb nicht gut an, weil das Kalibei dem langen Schmelzen die Schmelzgefqßeangreift, und auflöst, und dann auch nicht, weildie letzten Antheile Kohlenstoffsäure mit vielerKraft zurückgehalten werden. Besser ist es daher,wenn man die Kohlenstoffsäure durch einen an«dern Stoff abzuscheiden sucht, der sie stärker an«zieht, als sie von, Kali gebunden wird, und einsolcher Stoff ist der gebrannte Kalk. DerKalk nähmlich, der häufig ebenfalls mit Kohlen«stoffsäure verbunden in der Natur vorkömmt,verliehrt durch starkes Glühen diese Säure leicht,und in diesem Zustande besitzt er nun eine großeNeigung sich wieder damit zu verbinden.

§- 298-

Um das ätzende Kali zu bereiten ver-fährt man so: 4 Pfund gereinigte Potaschelöse man in einem eisernen Kessel in 20 Maaß(ä 2 Pfund) kochendem Wasser auf, und schürteallmählig gebrannten gepulverten Kalkso lange hinzu, bis etwas von der filtrieren Flüs«mit Säuren nicht mehr aufbraust. Man wirdohngefähr 6 Pfund Kalk dazu brauchen. Manlasse das Ganze eine Viertelstunde lang kochen,und bringe es hernach auf einen naßgemachtei,