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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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192
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§. 305 .

Daö milde Natrum kristallisier sehr leichtin geschobenen Würfeln, die einen mehr kühllcnden als scharfen Geschmack besitzen, an derLuft keine Feuchtigkeit anziehen, sondern zu einemweißen Pulver verwittern, und dabei die Hälfteihres Gewichts einbüßen. Dieses rührt voneinem Theile Wasser her, das sich in den Krilstallen in konkreten Zustande befindet, und Krilsialltsakionswasser genannt wird. Lösetman das zu Pulver zerfallene oder verwittertewilde Natrum wieder in kochenden Wasser auf,und läßt die Auflösung langsam verdunsten, soerhält man die vorigen Kristallen wieder.

§. 306.

Das milde Natrum ist ebenfalls nichts amberes als Natrum mit Kohlenstoffsäure Verbumden; es läßt sich aber^auch diese Kohlenstoffsäurefortschaffen, und man verfährt damit ganz so,wie mit dem Kali (§. 298). Auf diese Actläßt sich sowohl dastrvckneatzendeNatrum,wie auch eine Aetznatrumlauge darstellen.Das ätzende Natrum kristallisirt auch, aber nurim Winter, denn es ist so äußerst auflößlich daßdie Kristallen im Sommer in ihren eignen Krirstallwasser wieder zergehen.

Von dem Kalk.

§. 307.

Der Kalk wurde sonst gewöhnlich zu denErden gezählt, weil er in den gewöhnlichen Zu-stande weder Geschmack, noch Auflöslichkeit <m

Wasser