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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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194
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reinen Kalk, wenn man sich dazu der Kreide be-dient. Man schneidet recht weise Kreide inflache Tafeln, und schichtet diese mit Kohlen lagen,weise in einen recht guiziehcnden Windofen ein,und läßt sie so lange heftig durchglühen, bis fle,nach dem Erkalten, nicht mehr mit Säure,, auf,brausen. Die Kreide verlieh« während demBrennen ohngcfahr die Hälfte ihres Gewichtsan Wasser und Kohlenstoffsäurc.

§. Zu-

Diese gebrannte Kreide heißt jetzt reinerKalk, ätzender oder gebrannter Kalk,tm gemeinen Leben auch wohl lebendiger Kalkoder Mau er kalk. Er besitzt einen scharfenalkalischen Geschmack, braust nicht mehr mit denSäuren auf, und läßt sich im stärkcsten Feuernicht schmelzen.

§- 312.

Wenn man auf eine» Theil gebrannten Kalkohngefähr 4 Theile Wasser gießt, so wird dasselbeschnell ei,'gesogen, ohne daß die Masse feuchtwird. Es entsteht aber eine sehr große Hitze,der Kalk fängt an sich aufzublähen, wird anseilnander getrieben, und bleibt als ein sehr zartesweißes Pulver zurück. Wiegt man ihn jetzt, sofindet man ihn um das Gewicht des aufgegossene»Wassers vermehrt-

§. 3l3.

Die Erhitzung des gebräunten Kalks rührtvom entwickelten Wärincstost des Wassers der.DaS Wasser wird nämlich vom Kalk cMgcsaugtund gebunden, und gehl in den Zustand des