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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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miak abscheidet. Der Salmiak ist eine Ver,bindung von Salzsäure und Ammoniak diehäufig fabrikmäßig bereitet wird. Um das Am»moniak abzuscheiden vermengt man einen TheilSalmiak genau mit zwei Theilen getrocknetergepulverter Kreide, schüttet das Pulver in einegläserne Retorte, die man in ein Sandbad legt,lurirt an dem Hals eine Vorlage, und gibt nunallmählig vermehrtes Feuer welches zuletzt biszum Glühen des Bodens der Retorte verstärktwird, und womit man so lange anhält, bis nichtsFlüchtiges mehr übergeht. In der Vorlage fin»bet man, nach beendigter Operation, das Am»moniak in Verbindung mit Kohlenstoff»säure als eine feste weiße Salzmasse; in die,scm Zustande nennt nian es mildes oder kohrIcnstoffsaures Ammoniak. In der Ne»torte bleibt salzsaurer Kalk zurück. Betdieser Operation verbindet sich die Salzsäure desSalmiaks mit dem Kalk der Kreide, das Am»moniak des Salmiaks hingegen tritt mit derKohlenstoffsäurc der Kreide zu milden Ammoniakzusammen, das sich sublimirt.

An merk. In meiner chemischen Fabrik zuTeuditz bei Pützen ist das Pfund trocknes rei-nes kohlenstoffsaures Ammoniak zu Thaler zuhaben.

§. 339 -

Das milde Ammoniak ist kristallinisch undfarbenlvS; es besitzt einen milden alkalischen Ge»schmack, und einen flüchtigen Geruch, und laßtsich in offenen Gefäßen ganz in Dämpfen ver»flüchtigen. Will n>an das Milde Ammoniak nichteben in fester Gestalt bereiten, sondern gleich