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in flüssiger Gestalt, d. h. l» Wasser aufgelösterhallen, so kann man seinen Zweck sehr gut er«reichen, wenn anan in eine gläserne Retorte iPfund Salmiak, 2 Pfund Potasche und 4 PfundWasser schüttet, eine Vorlage anlukirk, und ausdem Sandbade Z Pfund Flüssigkeit abdestillirt.Die erhaltene Flüssigkeit ist nichts anderes alsflüssiges mildes Ammoniak, und wird gewöhnlichwässeriger milder Salmiakgeist genannt.Bei diesem Proceß verbindet sich die Salzsäuredes Salmiaks mir dem Kali der Potasche zueinem feuerbeständigen Salze (Digestivsaiz), dasin der Retorte zurückbleibt, die Kohlenstoffsäureder Pokasche tritt dagegen mit dem AmmoniakdcS Salmiaks zu milden Ammoniak zusammen,das sich nun in dem zugesetzten Wasser auflöst.
§. 342.
Oft braucht man aber das Ammoniak imZustande seiner Reinheit, d. h. ohne Kohlen»stoffsäure, und in diesem Zustande kann manes erhalten, wenn man den Salmiak durch ätzen«des Kali, oder welches besser ist, durch gebrann«ten Kalk zerlegt. Hier ist nun der Zusatz desWassers nothwendig, weil sich das ätzende Am«moniak sonst in Gaegcsialt entwickeln würde.Man erreicht seinen Zweck sehr gut, wenn manI Pfund Salmiak, und rA Pfund gutgebrann»ten gepulverten Kalk mit 4 bis 6 Pfund Was«ser in einer Retorte übergießt, eine geräumigeVorlage anlukirt, in weicher ein Pfund destilltr«tes Wasser sich befindet, und nun bei mäßigenFeuer noch zwei Pfund Flüssigkeit abzieht. Betdieser Arbeit verbindet sich der Kalk mit derSalzsäure, und scheidet das Ammoniak atzend