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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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man das vorige Metalt, mit allen seinen melal,lischen Eigenschaften wieder.

§. 3Lo.

Aus diesen Erscheinungen schloß ein alterdeutscher Chemiker Namens Stahl, daß jedesMetall aus einer eigenthümlichen G'undcrde,und einen besondern verbrcnnlichen Grundstoff,den er Phlogiston nannte, zusammengesetztsc». Bei der Kalzinallon glaubte er werde dasPhlogiston zersetzt oder ausqekrieben, und es bleibedie Grundcrde, oder der Metallkalk zurück; betdem Glühen des MetallkalkS mit kohlenhaltigenDingen hingegen ziehe er wieder aus diesenPhlogiston an, und es werde daher wieder dasMetall erzeugt.

§- 38r.

In der Folge nahm man wahr, baß dieMetalle bei der Verkalkung an absolutem Gc,wicht zunahmen, ob ste gleich specifisch leichterwurden, und diese Zunahme war bei einiaenMetallen sehr bedeutend. Das Gewicht des Zinksz. B. vermehrte sich um 25 Procent. Dieseserregte einen großen Zweifel gegen die Stahl'scheHypothese von der Verkalkung das Metallsollte Etwas des Phlogiston verliebten, und den»noch am Gewicht zunehmen! Man fand aberauch daß diese Gewichtszunahme verschwand,wenn der Metallkalk wieder zu Metall wurde,hier sollte er also Etwas erhalten (Phlogiston)und doch dabei am Gewichte verliehreii.

§. 38 :-