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§. 382 .
Man hatte sonst wenig Rücksicht auf dieVeränderung genommen, welche die umgebendeLuft erleidet, in der Metalle kalzinirt zu werden,und sobald als dieses geschah, lernte man denganzen Zusammenhang der Erscheinungen bessereinsehen. Vrrzüglich dem verewigten Lavo ist erverdanken wir durch eine große Reihe sinnreichangestellter Versuche die befriedigendste Aufklä«rung dieser Erscheinungen. Er hat dargekhan,daß die Metalle brennbare Körper sind, d. h.eine große Neigung zum Sauerstoff besitzen;daß sie unker günstigen Umstanden den Sauer«stoff aus der atmosphärischen Luft anziehen, unddurch die Verbindung nur demselben ihre metalli«sehen Eigenschaften einbüßen; daß diese Metall«kalke folglich nichts anders als Verbindungen derMetalle mit Sauerstoff, oder Metalloxydesind; daß die Verkalkung nichts anders als einVerbrennuuqsproceß oder eine Oxydation sey,und daß diejenige Operation, wodurch die Mc»taste wieder ihren Sauerstoff verliehren, und zuMetall werden, die man sonst Wiedcrherstel«lung oder Reduktion nannte, eineEnksauerrstvffung, oder Desoxidation sey.
§. 383 -
Gold, Silber, Platin, Paladtumund Nickel lassen sich im bloscn Feuer beimZugänge der Lust nicht oxidtren, und heißen des-halb edle Metalle, im Gegensatz der andern,die im Feuer bei dcm Zutritt der Luft oxidirbarsind, und die man unedle nennt,. Die ebeln
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