Buch 
1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
Entstehung
Seite
258
JPEG-Download
 

258

im heftigsten Feuer behandelt gibt es da- nietaklische Cerium in Gestalt kleiner glänzender Kügel,chen, die weit harter, spröder und blättriger aufdem Bruche sind als Gußeisen. Mit Säurenverbunden gibt es eigenthümlich metallische Salze,von denen aber wegen der Seltenheit des Certumsin der Färbekunst noch kein Gebrauch hat ge«macht werden können.

Die in neuesten Zeiten entdeckten Metalle.

§465.

Nachfolgende Metalle sind erst in den neuestenZeiten entdeckt worden, als: Columbium ,Palladium, Iridium , Osmium, Rhoedium, Erithonium und Junonium, undwegen ihrer außerordentlichen Seltenheit nochsehr wenig untersucht worden; es ist daher nichtleicht zu vermuthen, daß man so bald ihre Anewendbarkeit in der Färberei wird prüfen können,daher wir sie hier auch blos namentlich anführen.

§. 466.

Was hingegen die andern Metalle anbetrifft,so hat die Erfahrung gelehrt, daß mehrere der»selben im ozidirten Zustande, oder mit Säurenverbunden, als Bethen in der Färberei undDruckerei, sehr auffallende Wirkungen hervorg«druckn haben. Hier öffnet sich dem Färber undDrucker noch ein weites ganz unangebautcs Feld,das aber eine gute Erndle verspricht, wenn esmit Eifer und Sachkenntniß bearbeitet wird.Es ist zu erwarten, daß durch die Anwendungmehrerer metallischer Auflösungen nicht nur ganz