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sie kann sich keine grLßere Menge mehr annei«gen. DaS verschiedene Verhältniß von Sauer«stoff hat ader einen entschiedenen Einfluß aufdie Eigenschaften der Säure, und man mußdemnach auch zwei Modifikationen vonSäuren annehmen, und dieses durch zweckmäßigeBenennungen ausdrücken. Im Deutschen pflegtman die erste Art von Säuren unvollkom «mcnc, die zweiten vollkommene zu nennen;noch kürzer aber drückt man eS durch die Endt»gung des Namens der Saure selbst au», manhängt nähmlich an den Namen aller unvollkom«menen Sauren die Silbe tchr an, z. B- Schwerfelsäure (vollkommene Säure), schwefelichteSaure (unvollkommene Schwefelsäure); Salpe«rersaure, salpetrichte Säure u. s. w.
§- 483.
Man hat noch eine dritte Modifikation vonSäuren unterschieden, von der uns die Salzsäureein Beispiel gibt. Dieses ist eine noch unzer«legte Säure, deren Mischung also unbekannt ist,sie kann sich aber mir zwei verschiedenen Anthei-len von Sauerstoff verbinden, den ersten Graddieser Verbindung bezeichnen wir durch denNamen des Beiwort oxydtrt, den zweitendurch das überoxydirt (oxybitte und über«oxydirte Salzsäure).
§. 4S4-
Nicht alle Säuren kommen aber in demdoppelten, durch Verhältniß des Sauerstoffs zurGrundlage bestimmten Zustande vor; sondernmehrere derselben kennen wir nur in einem Zu-stande, von dem man nicht aussagen kann, ob