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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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271
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erreicht die Oberfläche. Auf diese kleinen Blästchen folgen größere, welche die Oberfläche derFlüssiqkeir in die Höhe heben, und sie in eineaufwallende Bewegung setzen, die man daSKochen oder St eben des Wassers nennt. Diekleinen Bläschen welche sich zuerst bilden rührensowohl von dem atmosphärischen, als auch vondem kohlenstoffsauren Gas her das tn jedemWasser enthalten ist, die svather entstehendengrößern Blasen sind nichts anders als tn Was«serdunst verwandeltes Wasser. l-

§. 49Z-

Die Temperatur bei welcher das Wasseranfangt zu sieden, ist aber nach Verschiedenheitdes Drucks der Atmosphäre verschieden. Imluftleeren Raume kocht das Wasser schon in einerTemperatur von 70° Fahrenheit, in dem Papiknianischen Topf hingegen (einen starken dicht ver«schlosscnen metallischen Gefäße) kann es außer«ordentlich erhitzt werden, ehe es ins Siedenkömmt, und wirkt dann mit außerordentlicherHeftigkeit als Auflösungsmittel auf verschiedeneSubstanzen.

§. 496 .

Das Wasser liegt im Welträume überallverbreitet; es macht einen Bestandtheil aller or«gallischen, und vieler unorganischen Substanzenaus, und ist ei» Auflösungsmiktel sehr vieler salrzichter und anderer Stoffe mit welchem solchesauch häufig verbunden vorkömmt. Daher könnenwir die natürlichen Wässer nie als reine Wasseransehen.