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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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288
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schweflichte Säure, die denselben Geruchwie das Gas, und auch die entfärbende Kraftdesselben, nur im schwächer!, Grade besitzt. DerGeschmack ist nicht stark sauer sondern mehr er,wärmend, stechend, und auf der Zunge langeanhaltend.

§. 532.

Die schweflichte Säure besitzt die Eigenschaftaus vielen Substanzen Sauerstoff anzuziehen,indem sie sich damit verbindet, um sich dadurchwieder in Schwefelsäure zu verwandeln. Hieraufgründet sich auch ihre Anwendung zum Bleichender Wolle, so wle der Seide beim Schwerfein, indem solche mit dem aufsteigenden Dampfebrennenden Schwefels in Berührung gebrachtwerden. Zweckmäßiger aber ist eS. wie wir inder Folge seheu werden, sich zu diesen Arbeitenlieber der liquiden schweflichlen Säure zu be-dienen.

§- 5ZZ.

Wenn man die schweflichte Säure blos durchdas Verbrennen des Schwefels in atmosphärischerLuft bereiten wollte, so würde man dabei wenigVortheil haben. Es ist daher weit zweckmäßiger,daß man der Schwefelsäure selbst wieder einenTheil ihres Saueistoffes entzieht, woduich sie inschweflichte Säure verwandelt wird. Und diescSgeschieht sehr leicht. Man darf nur die kvnzenrrrirre Schwefelsaure mit Metallen erhitzen z. B.gleiche Theile konzeiitrirte Schwefelsaure undQuecksilber mit einander in eine! Neiorre kochen,und eine mit Wasser gefüllte Vorlage anlegen.DaS Quecksilber wird der Schwefelsaure einen

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