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so lange glühen bis sie weist geworden sind, undzerstößt sie nach dem Erkalten zu einem fei-ienPulver. Vier Pfund des Knochenpulversübergießt man nun mit ig Pfund Wasser tueinem steiuzcuchenen Topfe, rührt alles gut um,und tröpfelt dann unter fleißigem Umrühre" weiPriind konzentrirle Schwefelsäure hin-ein. Die Mischung erhitzt sich, es erfolgt einAufbrausen, und sie wird ganz dick. Dann sehtman noch so viel heißes Wasser hinzu daß alleseinen dicken Brei bildet, und stellt diesen einpaar Tage lang an einen warmen Ort, um dieEinwirkung der Säure auf das Knochcnpulverzu befördern, und rührt das Gemenge oft um.Dann wird alles in einen leinenen Sack ge»bracht, und nachdem die Flüssigkeit hell abge«laufen ist, der Rückstand ausgepreßt, hernach inden Topf zurückgebracht, wieder mit Wasser über,gössen, gur umgerührt und in den Sack zurück»gebracht, und vom Neuen ausgepreßt, und die»scs so oft wiederholt, als die ablaufende Flüssig»keil noch merklich sauer schmeckt. Bei dieserArbeit entzieht die Schwefelsaure dem Knocheneinen Theil Kalk, verbindet sich damit zu Gipsder auf dem Seihezcugc zurückbleibt, währenddie frcigcwordene Phosphorsäure sich in der Flüs«sigkeit auflöst, und den noch unzcrsetztcn phos»phorsauren Kalk in sich nimmt. Die Flüssigkeitenthalt daher eigentlich einen mit Phosphorsäureübersetzten Kalk, folglich keine reine Phosphor»säure. Und wenn man auch das Verhältniß derSchwefelsäure zum Knochen vermehrt, -o wirddoch die Phosphorsaure nicht ganz vom Kalkgetrennt.
§. 565 .