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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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stallisiren, oder sich in schuppigen Kristallen ab»setzen, von welchen man die überstehende flüssig«kell abgießt. Diese giebt bei dem wettern Vcr»dunsten noch ein Theil Doraxsaure, und endlichschießt Glaubersalz an. Die sämmtlich erhalteneDoraxsaure kann man noch einmahl im Wasseraufläsen und wieder kristalllsiren lassen, um sievon noch anhängenden Glaubersalze zu befreien.Man erhält an Boraxsäure ohngefähr die Halstedes angewandten Borax.

§. 382.

Bei jenem Proceß (§. 58l ) verbindet sichdie Schwefelsäure wegen größerer Affinität mitdem Narrum des Borax zu Glaubersalz, unddie Boraxsänre wird frei. Da nun die Borax«säure im Wasser schwerer aufläslich ist als dasGlaubersalz, so schießt sie zuerst an.

§- 583-

Die Doraxsaure stellt weiße, glänzende Blätt»chen dar, die sich weich anfühlen, und ein ge»ringcs specifisches Gewicht besitzen. Ihr Ge-schmack ist nicht merklich sauer, mehr bitterlichkühlend. Im kalten Wasser läset sie sich etwasschwer, leichter aber im heißen Wasser. Dersiedende Alkohol löset sie ziemlich leicht auf, underhält dadurch die Eigenschaft mit einer grünenFlamme zu brennen. Im Feuer schmilzt dieSäure, und verwandelt sich in eine dem An»sehen nach glasähnliche Masse, die sich jedochwieder im heißen Wasser auflösen laßt, nnd nn»veränderte Boraxsäure giebt.