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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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312
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Von der Boraxsäure und ihren Verbin-düngen.

§- 579-

Die Boraxsäure hatte man seit langerZeit in ihre Bestandtheile zu zerlegen gesucht,ohne den Zweck zu erreichen; erst den neuernZeiten gelang dieses vermittelst eines sehr sauer»stoffbegierige» Körpers nähmlich vermittelst desKalimetalloids. Es ergab sich aus der Unter«fuchung daß die Boraxsäure aus einem eigen«thümliche» Grundstoff, den man Voran genannthat, und aus Sauerstoff zusammengesetzt ist.

§. 58o.

Die Boraxsäure befindet sich an Natruingebunden in dem Borax einem natürlichenSalze, das bei Thibet in Ostindien insbeson«dere an dem Ufer eines seichten Sees angetrof«fen, und unter dem Namen Tinkal in Handelgebracht wird. Durch Auflösung und Kristallisa«lion des Tinkals erhält man den Borax. DieseReinigung wurde ehemals i» Venedig , jetzt aberan vielen Orten vorgenommen.

§. S8i.

Um die Boraxsäure zu gewinnen, so löseman einen Theil Borax in drei Theilen sie«dendem Wasser auf, und tröpfle den viertenTbeil des angewandten Borax konzentriereSchwefelsäure hinzu, und lasse alles erkalten.Es wird sich ein großer Theil Boraxsäure kri«