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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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reales wcinsieinsaures Kali (sonst larrkartstrren Weinstein) nennt, und das manzu andern Zwecken aufhebt. Der Vorgang betdieser Arbeit ist folgender: der Weinstein ist eineVerbindung aus Kali mit Saure übersättiget,oder ein saures weinsteinsaures Kali;wird er mit kohlenstoffsauren Kalk (Kreide) be-handelt, so verbindet sich die überschüssige oderpradominirende Wcinsieinsäure mit dem Kalk,zu unauflöslichen Weinsteinsauren Kalk, der zuBoden fällt, und die Kohlcnstoffsäure entweichtmit Aufbrausen. Da der Weinstein nun seineüberschüssige Säure an den Kalk abgetreten hat,so bleibt gerade noch so viel Weinsteinsäure mitdem Kali verbunden, daß dieses ein neutralesSalz darstellt, und da dieses sehr auflöslich ist,so bleibt es i» der Flüssigkeit, nnd wird daraushernach durch Abtauchen erhalten.

§. 612.

Den auf dem Spitzbeutel bleibenden weintsteinsauern Kalk (H. 610.) trage man jetzt alltmählig in eine Mischung aus 14 Unzen komzentrirter Schwefelsäure und zwölfPfund Wasser, die in einem stcinzeuchnenTopfe enthalten ist, rühre alles gut um, undlasse es einige Tage lang an einen warmen Ortstehen. Die Schwefelsäure wird sich mit demKalk zu Gips verbinden, der sich abscheidet, unddie Weinsteinsäure wird frei werden, und imWasser sich auflösen. Man seiht nun die saureFlüssigkeit durch eine» leinenen Spihbcutel vondem Gips ab, und wascht letzten so lange mitwarmen Wasser aus bis er nicht mehr sauerschmeckt.