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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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328
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§ 6iz.

Die durchgelaufene Flüssigkeit enthält nundie Wcinsteinsanre, aber auch noch eine bedeuttende Menge Gips aufgelöst, weil der Gipü ineinem saure» Wasser ziemlich auflöslich ist. Manverdunstet daher die Flüssigkeit in einer Porzeltlainschale bis zur Safldicke und läßt ste erkalten,wo-auf der Gips anschießt, von dem man nundie saure Flüssigkeit abgießt, die nun bei dem fernernsehr gelinden Verdunsten die 28 ein ste in säurein schönen Kristallen gibt, die man mir bestillikttem Wasser abspült, trocknet und aufbeivahr».

§ 614.

Die reine Weinstctissaure kristallisirt in mehroder weniger regelmäßige» säulenförmigen Kristaltlen, die weiß sind, und an der Luft keine Feuchttigkeit anziehe». Sie besitzt einen angenehmen,sehr sauren Geschmack, und löset sich >m Wassermit Leichtigkeit auf- Zu» Feuer wird sie sehrleicht zersiöhrt, und auch die Auflösung derselbenim Wasser muß nur bei gelinder Warme ver«dunstet werden, damit sich an den Scircnwandendes Gefäßes keine Saure ansetze, welche sonstgleich braun wird, und die ganze Säure färbt.

§. 6l5-

Erst in den neuern Zeiten hat man dieWeinsteinsäure in der Färbckunst und der Kattun-druckerei mit angewandt, und in der That machtsie vorzüglich in der Seidenfärberei den theurenZitronensaft ganz entbehrlich. Löset man einPfund dieser Säuren in sechszehn Pfund Wasserauf, so erhält man eine Flüssigkeit, die an