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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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sahe ab, und wäscht diesen einige Mahl mitheißem Wasser aus und trocknet ihn. DieseVerbindung ist zitronen saurer Kalk.

§. 625.

Um nun aus dem Zitronensäuren Kalk dieSäure zu gewinnen übergießt man ihn in einengläsernen Kolben mit seinen achtfachen GewichteWasser, und gießt die Hälfte seines GewichlSkonzentriere Schwefelsäure Hineinein, rührt dasGemisch wohl um, und setzt eS einige Tage ingelinde Wärme. Die Schwefelsäure verbindetsich mit dem Kalk zu Gips der sich absondert,und die Zitronensäure wird frei. Man bringtalles auf ein leinenes Seihetuch, läßt die saureFlüssigkeit ablaufen, und wäscht den zurückblei-benden Gips noch so oft mit Wasser aus, alser sauer schmeckt. Die sämmtlichen Flüssigkeitendunstet man dann in einer Porzellainschale ab,so kristallisier sich zu erst noch ein Theil Gips,der sich mit aufgelöst hatte, dann aber schießtdie Zitronensäure in rautenförmigen Kristallenan. Diese spült man mit etwas destillirtem Wasserab, und trocknet sie auf Papier . Auö 100Pfund Zitronensaft erhält man auf diese Artvhngefähr 6 bis 7 Pfund kristallisirte Säure.

§. 626.

Die Zitronsäure hat überaus viele Aehnlich»keit mit der Weinsteinsäure, und durch den Ge-schmack wird man nicht im Stande ftp» beideSäuren von einander zu unterscheiden. Aberdie Verbindungen welche die Zitronensäure mitden Alkalien, Erden und Metallen hervorbringtunterscheiden sich durch ihre Kristallfvrm und