Buch 
1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
Entstehung
Seite
346
JPEG-Download
 

die essigsaure» Salze sehr gute Bethen zur Fär-berei und Kaktundruckerei abgeben werden, undverdient dieser Gegenstand alle Aufmerksamkeitder Färbekünstler.

§. 6ZO.

Bis jetzt hat man in der Färbekunst vonjenen metallischen essigsauren Salzen blos daSessigsaure Blei (Bleizucker), ferner dasessigsaure Eisen, und das essigsaureZinn angewandt. Den Bleizucker bereitet manfabrikmäßig, und bringt ihn im Handel, wirWerden in der Farbenmaterialienkunde Gelegen-heit haben von diesem Bleizucker zu handeln,und im praktischen Theile unter den Bethen dievortheilhastesten Methoden das essigsaure Eisenund essigsaure Zinn zu bereiten aufstellen.

Von der Holzsaure und ihren Verbin-düngen.

§. 65l-

Die Holz säure ist nichts anders als eineEssigsäure die mit brenzlichen Oeltheilen erfülltist und auch Gallussäure enthält. Man er-hält sie bet der trocknen Destillation des Holzes,wozu Büchcnholz das vorzüglichste ist. Sieist kein Bestandtheil des Holzes, sondern einProdukt der Operation, sie entsteht erst währendder Destillation aus den Grundstoffen des Holzes.Man gewinnt diese Säure wenn man eine eiserneRetorte mit kleinen Stückchen Eichen - oderBüchenholz anfüllt, eine Vorlage anlutirt, undim offenen Feuer so lange desttllirt, als noch