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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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Man vermengt einen Theil gereinigte Pot«asche mir vier Theilen getrocknetem Blut(gleichviel ob es Rindsbiut oder ein andere«Blut ist). Man schüttet dieses Gemenge ineinen geräumigen Schmelztiegel, bedeckt diesenmit einen Ziegelstein, und stellt ihn in einenWindofe» und erhitzt ihn nach und nach zumGlühen. Die Masse wird aufschwellen, undeinen stinkenden Rauch auSstofien der sich ent«zünden wird; wenn nun die Masse weder Rauchnoch Flamme mehr giebt, und wohl durchgeglühetIst, läßt man alles erkalten. Man nimmt nundie kehlige Masse, stößt sie zu Pulver und kochtsie in einem eisernen Kessel, so oft mit Wasseraus, bis dieses keinen salzichten Geschmack mehrannimmt, und seihet die Flüssigkeit durch.

§. 663 .

Diese Flüssigkeit wird Blut lauge genannt,und ist nichts anders als eine Auflösung vonblausaurcm Kalt mit überschüssigemkohlenstoffsauren Kali in Wasser. Um siezu neukralistren erhitzt man sie jetzt wieder ineinem eisernen Kessel, und trägt so lange fein»zerriebenes Derlinerblau hinein, als dieses nochentfärbt wird; das Berlinerblau giebt seine Blau«säure an das noch freie Kali ab, und die Tkonrerde und das Eisenoxid scheiden sich aus. Bleibtnun das Berlincrblau welches man noch hinein«bringt blau, so ist die Lauge neutralisirt, manfiltrirt sie dann, und dunstet sie allmählig ab,und läßt sie in der Kälte stehen, worauf dasblausaure Kali in rafelartigen oder auch blattn«gen Kristallen anschießen wird, die eine blaßgelbe

Farbe