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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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351
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tirt eine Vorlage an, in der sich etwas destillirtesWasser befindet, und gibt gelindes Destillations»feuer, wobei man die Vorlage immer durch kalttes Wasser abkühlen muß, so nimmt das vorge«schlagene Wasser die reine Blausäure auf.Es erhält einen durchdringenden Geruch nachbittern Mandeln, und einen stechenden Geschmack.Die Eisenauflösungen schlägt eS nicht eher niederals bis man es mit etwas ähenden Kalt oderAehammoniumflüssigkeit versetzt hat, dann aberschlägt es ein dunkles Berlinerblau daraus nie«der- Die Blausäure verflüchtiget sich aber auchbald wieder aus diesem Wasser. — NeuernErfahrungen zufolge ist diese flüssige Blausäureeine überaus giftige Substanz.

§. 66i.

Durch Destillation erhält man aus den bit»kern Mandeln, den Blättern des Kirschlorbeers,den Pflaumen» und Pfirsichkernen u. a. m. mitWasser eine Flüssigkeit die nicht nur den Geruchder Blausäure besitzt, sondern auch auf die Et>sensalze eben so wirkt. Man vermuthet daherdaß die Blausäure ein Bestandtheil der genanntken vegetabilischen Substanzen sey, und in ihnenschon gebildet liege, und durch die Destillationnur entwickelt werde. — Von der reinen Blau»säure selbst wird übrigens keine Anwendung inder Färbekunst gemacht, desto wichtiger aber istfür diese in den neuern Zeiten geworden das

Blausaure Kalk. Blutlauge.

§. 662.

Um diese Verbindung z» bereiten verfährtman im Kleinen am besten auf folgende Art!