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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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355
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§. 669.

Um die Hydrothionsaure zu bereiten ver»menge man genau gleiche Theile Schwefelund Eisen miteinander, und lasse dieses G«menge in einem Schmelztiegel im Feuer schwel»zen. Die Masse wird feingepulvert, und ineinem verstopften Glase als Schwefel eisenaufbewahrt.

Z. 670.

Uebergießt man einen Theil dieses Schwerfeleisens in einer gläsernen mit einer Glasröhreverbundenen Flasche mit sechs Theilen Salzsäure,oder mit verdünnter Schwefelsäure (aus einemTheil konrentrirter Schwefelsäure und drei Thei»len Wasser), so entsteht ein Aufbrausen, und esentwickelt sich das hydrothionsaure Gas das wiefaule Eier stinkt. Man kann es in Flaschenaufsammeln, die mit heißem Wasser angefülltsind. Dieses Gas ist irrespirabcl, läßt sich enk»zünden und brennt mit einer blauen Schwefel«flamme, während sich Wasser und schweflicht^Säure bildet. Gießt man rauchende Salpeter*säure hinein, so entzündet es sich lebhaft.

§. 671.

Das hydrothionsaure Gas löset sich im kaltten Wasser auf und stellt nun damit eine l<»quide Hydrothionsaure, oder das hydro»thion saure Wasser dar. Dieses riecht wiedas Gas, schmeckt säuerlich ekelhaft, röchet dieLakmustinklur, und beftzk die Eigenschaft das Goldaus seinen Auflösungen in metallischer Gestaltniederzuschlagen, auch zersetzt es fast all« meral»Z r