fammen, füllt damit einen Schmelztlegel an, denman bedeckt, und setzt denselben eine halbeStunde lang einer starken Glühhitze aus.erhält nach dem Erkalten eine grauliche Masse,die man Schwefelkalk (kalkerdige Schwerfeile der) nennt, und die sich ohne zu veralt»de n Jahre lang in gutvcrschlosseneu Gefäßenaufbewahren läßt. Will man hydrothionsaucesWasser machen, so wiegt man ein Loth von die»sen Pulver ab, setzt drei Loth gepülverten ge»reinigten Weinstein hinzu, schüttet beidesin eine gläserne Flasche, übergießt es mit zweiPfund kaltem Wasser, und schüttelt, nachdemman die Flasche gut verkorkt hat alles eine Vier»telstunde lang gut durch. Dann läßt man eSruhig stehen und gießt die helle Flüssigkeit ab,und braucht sie als hydrothionsaures Wasser.
§. 674.
Bei jenem Proceß entwickelt der Schwefel»kalk ebenfalls Hydrothivnsäure, indem er mit derfreien Säure des Weinsteins und Wasser inVerbindung kömmt, die sich im Wasser auflöst,der entstandene weinsteinsaure Kalk fällt zu Bo»den. Das auf diese Art bereitete hydrochion»saure Wasser enthält aber etwas neutrales wein»steinsaures Kali.
§. 67Z.
Die Hydrothionsäure geht auch mit denAlkalien und Erden salzichte Verbindungenein, deren Eigenschaften aber noch nicht hinläng»lich untersucht sind. Ob von ihnen einst, wennsie besser bekannt sind die Färbekunst Vortheileziehen wird ist noch sehr problematisch.