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Von der Salzsäure und von ihren Ver-bindungen.
§. 676.
Die Salzsäure oder Kochsalzsäuregehärt unier die Säuren deren Mischung nochunbekannr ist. Zwar hat neuerdings der be-rühmte Davy es wahrscheinlich zu machen ge«sucht, daß die Salzsäure eine Verbindung deSWasserstoffs mit einer andern einfachen Substanz,die er Chlorine nannte sey, allein die vonandern scharfsinnigen Chemikern dagegen vvrgc«brachten Gründe sind so stark, daß man sehr ander Davy'scheu Hypothese zweifeln muß.
§. 677.
Die Salzsäure kämmt in der Natur sehrhäufig in Verbindung mit Natrum im Küchen»salze, so wie im Meer- und Steinsalzevor, auch findet man sie mit Kalk auch mitTalkerdc in vielen Brunnenwässern. Sie istfür die Färbekunst eine sehr wichtige Säure, diejetzt häufig angewendet wird, und in vielen Fäl»len die weit theurere Salpetersäure ersehen kann;nur muß sie rein und gut bereitet seyn.
§- 678 -
Die Laboranten bereiten die Salzsäure nochhäufig indem sie eine Mischung aus kalzinirtemEisenvitriol und Kochsalz der Destillationunterwerfen. Eine solche Säure taugt abernichts, sie ist sehr eisenhaltig, und oft mit Schwe-felsäure verunreiniget. Man bereitet sie jetztzweckmäßiger auf folgende Art: man nimmt