Von dem Königswasser oder der salpe«reichten Salzsäure.
§ 69z.
Wenn man Salpetersäure mit Salz»säure mischt, so entsteht daraus eine Verbimdu»g, die man Königswasser nennt. DieseBenennung rührt noch von allen Zelten her, w»man das G 0 ld den K öniq der Metal le nannte,und sich zu dessen Äufiüsung dieser Mischungbediente. Richtiger nennt man sie jetzt salpe»»richte Salzsäure. In der Färbekunst be»dient man sich dieser Mischung um Zinn darinaufzulösen, und eine Deitze zu bereiten, die un»ter dem Namen Komposition bekannt ist,und zur Befestigung verschiedener Färbrstoffe an»gewendet wird.
§. 694.
DaS Königswasser kann man als eine Mt<schung von salpetrichter Säure und opi«dirr er Salzsäure betrachten. Die Salz»säure entzieht nähmlich der Salpcterläure einenTheil Sauerstoff, und wird damit zur oxidirtenSalzsäure, und die Salpetersäure geht in denZustand der salpekrichten Saure über. Manbereitet in den Farbereieä nicht unmittelbar au-Salzsäure und Salpetersäure das Königswasser,sondern man löset Kochsalz oder Salmiakin Salpetersäure auf, und braucht dieseMischung dafür. Man wendet auch diese Stoffein mancherlei Verhältnissen an: z. B. i) einenTheil Salmiak oder Kochsalz und 16 TheileSalpetersäure; 2) einen Tdeil Kochsalz oderSalmiak, acht Theile Salpetersäure und sechsAa s