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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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ohne einen merklichen Geschmack, und verwan»dein das Wasser in einen Schleim. Dunstetman den Schleim in einer sehr gelinden Wärmezur Trockniß ab, so bleibt eine mehr oder weni«qer durchsichtige, glänzende, trockne, fclie, brüchigeMasse zurück welche man Gummi nennt.

§. 704.

Der Pflanzenschleim ist in jeder Pflanzebald in größerer bald in geringerer Menge vor«Handen, vorzüglich in der Wurzel, den jungenBlattstielen und Blättern, und läßt sich baldmehr bald weniger rein, oder mit andern Be<standrbeilen vermischt, darstellen. Es fließt ausmanchen Sträuchern und Bäumen oft freiwilligaus, und trocknet zu einem festen Gummi ander Luft aus.

§. 7o5.

Es gibt mancherlei Varietäten von Gummi.Die allgemeinen E'gcnschafcen desselben sind: i)es ist geruch < und geschmacklos; 2) mit demWasser gibt es eine zähe klebende Auflösung, diean der Luft austrocknet, und einen glänzendenUebcrzug hinterläßt. Z) Es ist im Alkohol umauflöSlich. 4) Es schlagt die Thonerde aus demAlaun nicht nieder, wohl aber die Kieselfeuchlig«keit (§. 368). 5) In der Wärme erweicht es

sich nicht, sondern wird vielmehr trockner. 6) Ander Flamme eines Lichts läßt es sich nicht ent«zünden, es verkohlt sich erst und verglimmt dannim Feuer ohne Flamme. Ein reines Gummiist das Mimosengummi, Senegallgummtoder arabische Gummi, das von selbst ausdem Saft einiger Mimosen fließt.