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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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§. 7o6.

Der klebrig- Saft, der aus der Rinde desAirschbaumS fließt, und an der Luft auch zueiner durchsichtigen Masse austrocknet, ist eben«falls ein Gummi, da- sich aber durch mehrereEigenschaften von dem gewöhnlichen Gummi un«rerscheidet, und daher in den neuern Zeiten vonden Chemikern als ein besonderer näherer De«standtheil des Pflanzenreichs, unter dem Name»Cerasin, ist aufgestellt worden. Es gibt mitdem Wasser einen weit dickern Schleim als dasarabische Gummi, und das salpetersalzsaure Zinn verwandelt diesen Schleim in eine feste gelbeSubstanz. Gießt man Alkohol in diesen Schleim,so sondern sich nur wenig Fäden ab, und dergrößte Theil bleibt aufgelöst, dahingegen dasarabische Gummi reichlich niedergeschlagen wird.

§- 7 ° 7 .

Mit mehrern Rechte betrachten auch einige denTraganth als einen nähern Bestandtheil deSPflanzenreichs, und nennen ihn Traganthstoff.Er fließt als ein dicker Pflanzensafl aus demTraganchstrauche aus, und verhärtet an der Luft.Mir dem Wasser gibt er keine eigentliche Auf«lösung; wenn man ihn mit Wasser übergössen inder Wärme stehen läßt, so verschluckt er ein«sehr große Menge desselben, sein Volumen ver«mehrt sich unqemein, und er stellt einen dickenschlüpfrigen Drei dar. In diesen Traganth»schleim bringt salzsaures Zinn eine starke undfeste Gerinnung hervor, Kieselftuckligkeit aberäußert keine Wirkung darauf. Der Alkoholschlägt den Traganth allmählig nieder oder ent,