3) In der Wärme gerinnt er, und verlieh«seine Zähigkeit. 4) Er ist im Wasser und imstarken Wetngeiste unauflöslich. 5) Er wirdvon verdünnten Sauren, vorzüglich von der Es»sigsäure ziemlich leicht und reichlich aufgelöst,von konzentrirten Säuren aber zersetzt. 6) Erlöset sich reichlich in Aetzkalilauge auf und gibtdamit ein seifenartiges Gemisch. 7) Auf glühen»den Kohlen verbrennt er mir einem stinkendenGeruch wie das Horn oder andere thierischeTheile. 8) Bet der trocknen Destillation lieferter ein stinkendes empyrevmatisches Oel, kohlen«stoffsaureS und ein brennbares TaS, und kohlen»stoffsaures Ammoniak; im Rückstände bleibt eineKohle welche Phosphorsauren Kalk enthält. DieBestandtheile des Klebers sind Phosphor, Kalk,Stickstoff, Wasserstoff, Kohlenstoff und Sauerstoff.
§- 758 -
Diesen Kleber findet man am häufigsten inden Saamen der Getraidearken; aber er machtauch einen Bestandtheil anderer Pflanzen aus,und ist vorzüglich in den Kartoffeln, den Schtväm»men u. a. m. enthalten. Auch im Thierreichebefindet sich der Kleber sehr häufig verbreitet,so macht er einen Bestandtheil des BluiS aus,und die festen Theile der Haare, der Nägcl,des Horns, der Häute rc. bestesten fast ganz ausverhärteten Kleber.
Saßtnehl.
§. 719-
Das Sahmehl, Kraftmehl oder dieStärke ist ebenfalls ein näherer Bestandtheil