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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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des Planzenrcicks, und findet sich vorzüglich inden Saamen der Getraideartcn, so wie auch invielen Wurzeln z. B. den Kartoffeln. Wennman jenes Wasser (§. 717) womit man daSWaitzenmehl auSgewalchcn hat ruhig stehen läßt,so seht sich das Satzmehl auf dem Doden ab,und kann nur durch AuSwaschen gereiniget, undgetrocknet werden.

ß. 720.

Das Satzmehl besitzt im reinen Zustandefolgende Eigenschaften: 1) Es stellt eine weiße,

zeruch , und geschmacklose, leicht zerreibliche Sub-stanz dar. 2) Es ist im kalten Wasser unauflös-lich. Z) Auch vom Weingeist wird es nicht auf-gelöst. 4) Von heißem Wasser wird es zu einemdicken schlüpfrigen Kleister aufgelöst, der vieleAehnlichkeit mit einem Schleime hat, auch inder Wärme zu einer halbdurchsichligen Masseauslrockek, die aber hernach im heißen und unkalten Wasser gleich unauflöslich ist, und sichdadurch wesentlich von Schleim unterscheidet.5) Auf glühenden Kohlen erweicht es sich nickt,sondern verbrennt ohne Flamme mit einem sauer»lichen siechenden Rauch. 6) Bei der trocknenDestillation gibt es kein Ammoniak, wohl abereine säuerliche brandige Flüssigkeit, und ein siin»kendes Oel, nebst einem brenndaren und kohlcn-stoffsaurem Gas, und im Rückstände bleibt eineKohle, die bei dem Einäschern Kali und Kalkhinterlässt. Die Milchungstheilc des Satzmehiessind Kohlenstoff. Wasserstoff, Saue'ckvff. Kaltund Kalk. In der Färberei und Druckereiwird das Satzmehl häufig als ein schleimigerZusah gebraucht.

Eiweiß-