389
Kraute, bei andern in der Rinde, bei andernin der Wurzel, und bei manchen in den Saamen.In manchen Vegetabilien liegen sie aber durchalle Theile der Pflanze verbreitet.
§. 73o.
Die Bestandtheile der ätherischen Oele sindWasserstoff, Sauerstoff und-Kohlenstoff in eigen-thümlichen Verhältnissen. — Behandelt mansie mit Salpetersäure so werden sie in Harzeverwandelt.
§. 73t.
Bis jetzt kennt man keine Anwendung derätherischen Oele in der Färbekunst. Aber rechtreine farbenlose Oele z. B. rektifizirtcs Terben-tinöl, dienen dazu ölichte und harzichteFlecken, auch Theer flecken, aus wollenenuud seidenen Zeugen hinwegzunehmen, ohneihre Farben zu zerstöhren.
Kautschuck.
§- 732.
Unter Kautschuck oder Feder harz ver-steht man einen eigenthümlichen nähern Bestand-theil des Pflanzenreichs der als ein milchichtekSaft aus mehrern amerikanischen Bäumen aus-fliesst, und an der Luft austrocknet. Er kömmtim Handel mehrenkhcils als eine lederbrauneMasse in Gestalt von Flaschen rc. vor. Seine Haupt-rigenschafren sind folgende: i) Er ist sehr ela-stisch. 2) Er löset sich weder im kalten nocb imkochenden Wasser auf. z) Er ist unauflöslich im