397
Blut.
§- 744 -
Das Blut ist die rothe Flüssigkeit, welchedie Adern der Säugkhlere, der Vögel, der Am«phibicn und der Fische durchströmt. Es ist keinegleichartige, sondern eine gemengte ungleichartigeFlüssigkeit. Läßt man es, so wie es aus demThiere kömmt, ruhig an der Luft stehen, sotrennt es sich in zwei gleiche Theile, in einedünne wasserigte Flüssigkeit, welche man Blut«Wasser nennt, und in einen festem, dickern,gallertartigen Theil, der Blutkuchen genanntwird.
§- 745 -
DaS Blutwasser selbst besteht aus vielemWasser, Etweißstoff, Gallerte und ei«nigen Salzen. Erhitzt man es zum Kochen,so scheidet sich der Eiweißstoff ab. DieserEiweißstoff ist dem Stoff im Weißen des Eiessehr ähnlich, er laßt sich im frischen Zustandemit kaltem Wasser verdünnen, gerinnt aber beimKochen und wird dann im Wasser unauflöslich— sonst ist er dem Faserstoff sehr ähnlich.
§. 746 .
Der Blutkuchen kann durch fleißigesWaschen mit Wasser in zwei Bestandtheile zer»legt werden, in den Faserstoff oder federar»tigcn Theil der unaufgelöst zurückbleibt, undin den roth färben den Theil des Bluts,der sich im kaltem Wasser auflöst und es rothfärbt. Erhitzt man das rothgefärbte Wasser, soWird es helle, und es sondrrt sich eine graue