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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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401
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§- 754 -

Dem Fett ziemlich ähnlich ist das Wall«rath, doch hat dieses auch mehrere Eigenschaftten mit dem Wachs gemein, daher es die Ehermiker als eine» eigenthümlichen thierischen Be»standtheil betrachten, und Fettwachs nennen.Es ist eine weiße, etwas glänzende, schuppigeMasse, die sich im Kopfe deS Polfisches undanderer Arten desselben zwischen der harten undweichen Haur des Gehirns und des Rückenmarksfindet, und durch Auswaschen und Auspressen getreiniget wird. Das Wallralh schmilzt r) leich»ker als Wachs, doch schwerer als das gewöhntliche Fett. 2) Auf glühende Kohlen geworfenbrennt es mit Heller Flamme, ohne zu knistern,und ohne einen stinkenden Geruch zu verbreiten.Z) Es macht im geschmolzenem Zustande aufZeugen und Tüchern keine Flecken wie daS Fett.4) Es löset sich in Naphkha auf, und scheidetsich beim Verdunsten derselben wieder in glän»zenden Blaltchen ab. 5) Es verbindet sich mitallen Oelcn, Feiten, Wachs und Harzen. 6) Mitätzender Nacrumlauge bildet es eine sehr festeSeife.

Galle. -

§- 755 .

Die Galle ist eine besondere thierischeFlüssigkeit, die sich in der Gallenblase absondert,eine gclbgrüne Farbe, und einen sehr bitternGeschmack besitzt. Sie ist im Wasser völligauflöslich und Alkohol nimmt den größten Theilder Galle in sich, scheidet aber Faserstoff aus-