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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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§. 76l.

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Alle vegetabilische Materien welcheZucker, oder Schleimzucker enthalten, gehen erstin die geistige, dann in die saure Gährung über;die bloßen Scbleim enthalten fangen gleich mitder sauren Gährung an. Von den animalirschen Substanzen gehen nur diejenigen erstin saure Gährung welche Gallerte enthalten,alle übrigen gehen gleich in die faule Gährungüber.

tz. 762.

Das Wasser ist ein nothwendiges Bedin»gungsmittel zu jeder Art von Gährung, werdendaher organische Substanzen ausgetrocknet, solassen sie sich in dem trocknen Zustande langeZeit ohne Veränderung zu erleiden aufbewahren.

§. 763.

Setzt man dagegen die ausgetrockneten v eegetabilischen oder animalischen Körpereiner Hitze aus, die über den Siedpunkt desWassers geht, so erleiden sie ebenfalls eine Zer,setzung. Unternimmt man dieses in einer Neekorke mit einer Vorlage die mit dem pnevmaliischen Apparate verbunden ist, und vermehrt dieHitze stufenweise bis zum Glühen, so kann mandie neuern Produkte die sich durch diese Zerrsetzung bilden aufsammeln. Sie entstehen ausdem entfernten, Grundstoffen, die sks> in neueMischungsverhältnisse setzen.