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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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§. 764.

Die vegetabilischen Substanzen lie,fern bei einer solchen Destillation ein stinken,des oder empirevmarisches Oel, und einestinkende oder brandige Säure, die meist vonder Essigsäure nicht verschieden ist, und in derFarbekunst zur schwarzen Eisenbeibe die Sielledes Essigs mit Nutzen vertreten kann. Ausser,dem entwickeln sich noch Luflarken, als kohlen,stoffsaures Gas, und ein Wasserstoffgas das Kohl?aufgelSst enthält.

§. 765.

Destillirt man animalische Substanzen ineiner solchen Temperatur, so liefern sie aussereinem stinkenden Oele auch kohlenstoff,saures Ammoniak, das mit stinkenden Oelverunreiniget ist. Es gibt indessen auch anima,lische Substanzen die bet der trocknen Destilla,lion eine saure Flüssigkeit geben z. D. das Fett,so wie vegetabilische, die bet der trocknen Destil-lation eine ammoniakalische Flüssigkeit geben z. D.der Kleber, die Schwämme rc. Auch erhält manoft eine aus Ammoniak und Säure zusammen,gesetzte Flüssigkeit.

§. 766.

Nach der Destillation bleibt in der Retorteein schwarzer Rückstand der bet den vegetabili,scheu Substanzen Pflanz enkohle, bet denanimalischen aber Thierkohle genannt wird.Wie beide unterschieden sind haben wir bereits